Insolvenz, Sanierungsplan

Neues Insolvenzrecht ab 1.7.2010

 

Die alte Konkurs- und Ausgleichsordnung wurde im Rahmen des IRÄG (Insolvenzrechtsänderungsgesetz) durch die Insolvenzordnung ersetzt.

 

Neu ist u.a., dass mit einer Mindestquote von 30% eine Insolvenz in Eigenverwaltung des Unternehmers (unter Begleitung eines Insolvenzverwalters) durchgeführt werden kann.

 

Dazu ist bereits bei der Insolvenzanmeldung ein sog. Sanierungsplan erforderlich, der intern oder von externen Beratern erstellt werden kann. Erst auf Basis des vorgelegten Sanierungsplans entscheidet das Gericht, ob ein Verfahren in Eigenverwaltung möglich sein wird. Es hängt also die Entwicklung des Insolvenzverfahrens stark von der Qualität des Sanierungsplans ab. Qualitativ wird dieser der schon bisher bekannten Fortbestehensprognose ähnlich sein.
Als Kenner des Insolvenzwesens (aus der Begleitung von fast 800 Insolvenzen) sind wir gerne ihr Partner in diesen Fragen, wenn der Gang zum Insolvenzgericht absehbar sein sollte. Je früher Sie an diese Möglichkeit der Sanierung denken, desto besser die Erfolgsaussichten!

 

Mehr zum Theme Insolvenz aus einer Information des BM.J:
http://www.usp.gv.at/Portal.Node/usp/public/content/uebernahme_aufloesung/konkurs/Seite.1880110.html

 

Sanierungsplan / Fortbestehensprognose

 

Aus insolvenzrechtlicher Sicht ist spätestens bei Eintritt bestimmter betriebswirtschaftlicher Merkmale zur strafrechtlichen Absicherung (Tatbestand: Konkursverschleppung) des Geschäftsführers und der Organe eine Fortbestehensprognose zu erstellen und aktuell zu halten.

 

Nur wenn diese Dokumentation eine über 50% liegende Wahrscheinlichkeit zeigt, dass das Unternehmen überleben wird, ist die Fortführung gerechtfertigt. Andernfalls ist zum Schutz von Gläubigern vor weiteren Zahlungsausfällen, Insolvenz anzumelden.

Insbesondere ist die Überschuldungsprüfung durch weitere Analysen zu ergänzen. Letztere sollen darstellen, mit welchen (eingeleiteten/einzuleitenden) Maßnahmen die Kosten- bzw. Ertragsseite so positiv sein wird, dass mit über 50% liegender Wahrscheinlichkeit keine Insolvenzgefahr besteht.

 

Die Fortbestehensprognose ist grundsätzlich vom Geschäftsführer zu erstellen, bzw. im Falle der Beiziehung externer Berater von diesem zu unterschreiben.

 

risma risk management austria unterstützt Sie bei der Erstellung des Sanierungsplans, einer Fortbestehensprognose, bzw. bei der Analyse der erhobenen Fakten und Zahlen.

 

FortbestehensprognoseLeitfaden Fortbestehensprognose © Kammer d. Wirtschaftstreuhänder, WKO, KMU Forschung Austria

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